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Unterm Hut

2010 Odyssee im Weltall - Rock the Ocean Teil 3

17.05.2010 | Kommentare [7]

Momentaufnahmen einer turbulenten Tournee auf See

Udos Gästebuch, die Kommentare auf Facebook, sogar die "offiziellen" Zeitungsberichte sprechen Bände, es lässt sich nicht verleugnen: Alle, die dabei waren auf diesem Wahnsinnstrip, waren völlig high - und sind es immer noch. Es war wohl die kosmische Kombination aus Panik und Abenteuer, Rock-around-the-clock-Feeling und schwimmendem Boden unter den Füßen, Verbrüderung im Zeichen des Lindianismus, weit weg von allem und doch so nah dran an der persönlichen Musikleidenschaft, die hier voll ausgelebt werden konnte. Und vor allem war diese Weltpremiere ROCKLINER wie magisch durchzogen von der Energie ihres Erfinders, der überall präsent war - ob ohne Hut auf Großbildschirmen, gemalt auf seinen eigenen Bildern, aus den Lautsprechern oder im Bord-TV - oder "in echt" auf der Theaterbühne, auf dem Pooldeck, im Casino oder an der Reling. Sein Traum wurde Wirklichkeit: Mit der Verbindung aus Panikpiratenrock und Schiffsreise hat er mal eben ein neues Kapitel der Seefahrt aufgeschlagen, eine neue Epoche eingeläutet - vielmehr eingetrommelt und eingerockt - die neue Panik-Ära auf den 7 Weltmeeren: Neues hohes Kielwasser wurde unter die Schiffe gepumpt, nicht nur 'ne Handbreit, sondern meterhoch - ein Gemisch aus Eierlikör und feinstem Küstennebel, geilster schottischer Landwein und pures Gold. (Udo L.)

Schwer zu beschreiben, diese Rockreise, außer vielleicht in Momentaufnahmen, mosaikmäßig zusammengefügt.
Die "Mein Schiff" hat 14 Decks. Wir ignorieren die chronologische Logik und bahnen uns den Weg von unten nach oben bis zum FKK-Sonnendeck:

Deck 4
Hier wohnen Panikerinnen und Experten jeglicher Couleur. Man kennt sich nicht oder kaum, und teilt sich trotzdem kleinste Kabinen - man gehört einfach zur großen Panikfamilie. Überall wird geschnackt, ob am Wasserspender, im Aufzug oder auf der Toilette, so als würde man sich ewig kennen. Ein Piratenfreunde-Spirit hängt in der Luft, und keiner kann sich ihm entziehen - nicht mal die anfangs gefürchteten "Frühbucher", die erst gar nicht wussten was sie erwartet, gegen ihren Willen in eine andere Welt gebeamt werden und dann, wie vom Panikblitz getroffen, vom Virus infiziert, mitschwimmen auf der Welle des Wahnsinns...

Deck 5
In der "Blaue Welt Bar" laufen rund um die Uhr sämtliche Videos von Udo L. rauf und runter - eine Panik-Epoche jagt die nächste, und wir mittendrin. Vor der Rezeption steht ein Flügel, den sich Pianisten-Passagiere permanent untertan machen - alle Lindenberg-Balladen kriegt man hier zu hören, live und spontan, von Diplom-Doubles und Amateur-Lindianern interpretiert - und meistens singen auch alle Umstehenden und Vorbeilaufenden mit...

Deck 6
Auf allen Screens "Beat-Club Classics", teilweise nie veröffentlichte Kultaufnahmen von großen Legenden der Rockmusik. Im Konferenzraum geben die Beat-Club-Macher Jörg Sonntag und Gerd Augustin eine Audienz. Zwischen Soundcheck, Probe und Showtime Dinnerbüffet für Panikorchester, Udo, Nina, Jan und Crew im "Surf & Turf". Vor dem Theater warten die Fans stundenlang, um dann pünktlich um 19:30 Uhr zu brüllen: "Es ist halb! Haaaaaalb!" - und die Security fast niederzurennen. In der Galerie Walentowski neueste und legendäre Werke aus der lindischen Edelfeder: "Greif' nach deinem Stern!" steht auf einem, als wäre es explizit für diesen Traumverwirklichungstrip gemalt worden...

 
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