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„Panikhauptstadt Kölle“

19.06.2017

18.000 feiern Udo Lindenberg in der Lanxess-Arena

Natürlich weiß er, was er zu tun hat – in Kölle. Wie er die Seelen der rheinischen Frohnaturen streicheln muss. Udo ist zurück – in der Panikhauptstadt der Bunten Republik Deutschland. Kommt eingeschwebt wie immer auf seiner Odyssee in die „Lanxess-Exzess-Halle“.

Udo, der Außerirdische aus „Gronau an der Donau“ in Höchstform, mit 71. Der Panikpräsident und sein Panikorchester. „Stärker als die Zeit“ zur letzten großen Show nach drei gigantischen Jahren, drei Jahre nach seiner musikalischen Wiedergeburt, die ihm die größten Erfolge seiner Karriere beschert hat.

130.000 Lindianer allein bei den sieben Konzerten der 2017er Tour, mehr als 800.000 insgesamt. So oft kann er sich gar nicht verbeugen, mehr Dank kann er die Panikfamilie gar nicht ausschütten. „Wir machen noch 30 Jahre weiter, Leute, willkommen im Club der Hundertjährigen“ . Zweieinhalb Stunden Panikparty. Eine einzige Sternereise. Bis ans Ende der Welt.

Wolfgang Niedecken hilft bei kölscher Mundart

Und Udo versucht sich sogar in kölscher Mundart. Zusammen mit Wolfgang Niedecken. „Und hück wohnst Du in Kölle und Dein Cello steht im Keller, komm‘ pack‘ das Ding doch nochmal aus und spiel‘ so schon wie früher.“ Der Bap-Frontmannn als kölscher Clueso. Niedecken ist nicht der einzige Gast an diesem Abend. Otto Waalkes räumt ab. Josephin Busch, die im Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ die weibliche Hauptrolle spielt, der Hamburger Sänger Ole Feddersen und Nathalie Dorra („Voice of Germany“).

Es ist 22.40 Uhr, als Udo in seinen Raumanzug steigt und – Woddy Woddy-Wodka war sein Treibstoff – aus der Halle schwebt. Auf dem Heimweg durch die laue Sommernacht gibt’s unter den Lindianern nur ein Thema. Wie geht’s jetzt weiter? Haut er nochmal eine neue Platte raus? Geht er noch mal Tour? Kann er nach diesen spektakulären Comeback überhaupt noch ein draufsetzen.

Keine Panik. Er kann. Weil er gar nicht ohne kann. Weil die Bühne sein Leben ist. Und weil er es versprochen – vor seinem Abflug aus Kölle. „Ich schwöre, ich schwöre. Wir seh’n uns ganz bald wieder.“

Text: Peter Berger
Fotos: Tine Acke

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 19.06.2017