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Unterm Hut

Der große Showdown (Teil 1)

30.03.2012 | Kommentare [7]

Drei Tage Dauerdurchdrehparty in Köln - der Stadt, die Udo heute zur "Panikhauptstadt Deutschlands" erklärt hat - dann ist der Zeppelinzauber erstmal vorbei. Udo L. und das legendäre Panikorchester haben wochenlang ein buntes Panikpublikum glücklich gemacht. Jetzt kommt das Grande Finale in Köln mit drei Konzerten vor 50.000 Leuten in der Lanxess-Arena...

The never ending Panikparty. Ein ganz normaler Tourtag beginnt für die meisten Bühnen-Aktivisten so gegen 15:50 Uhr:
Alles sammelt sich in der Hotellobby und vor den Bandbussen (sonnenbebrillt, wenn es mal wieder spät war gestern).

16:05 Uhr
Abfahrt in die Arena, die letzte Episode beginnt, Wehmut macht sich breit, nur noch ein paar Tage und Nächte in der Panikfamilie on the road. Keiner will nach Hause. Man gibt sich gegenseitig Ratschläge, wie man den After-Tour-Schock am besten verkraften könnte. Aber noch ist es ja nicht soweit, erst müssen noch ca. 50.000 Menschen euphorisiert und mitgenommen werden auf den Zeppelintrip über den lindischen Ozean!

16:25 Uhr, Lanxess Arena
Die Panikgang und ihr Kapitän beziehen die Garderoben oder stärken sich im Catering fürs große Spektakel. Udo L. telefoniert noch mit seinem alten Freund Harry Belafonte, der zur Zeit in Deutschland seine Biographie vorstellt. Man verabredet sich für New York City.

17:00 Uhr, große Bühne
Der Soundcheck startet mit Ole am Mikrofon und "Boogie Woogie Mädchen", Josie schießt Erinnerungsfotos von sich und Tine, bei "Odyssee" übernimmt der Meister mitten im Song, wünscht zwischen Refrain und Strophe den Sound- und Lichtmeistern einen "Guten Morgen", gurgelt mit Ingwertee. "More tea please, more tea! Und nen kleinen Schluck Wodka drin, vielleicht mal..." Danach Expertenschnack unter Panikmusikern: "Hey, dein Solo war zu lang, 16 Takte! Und zu schnell!" (Bertram) - "Ja, Kollegen, schön laid back alles, ne? Vielleicht mal'n kleinen Spliff?" (Udo)

17:15 Uhr, Nebenbühne
Aleksey macht sich fit für die Vampirnummer; Udo will wissen "wie hoch geht der denn zur Zeit? Also macht den mal richtig schön hoch, ne?" (In Halle war die Halle nicht hoch genug für die Seilsicherheit, aber die Lanxess-Arena dürfte da kein Problem mit haben)...

"Die Einstellung hier an dem Ding, die muss genau so sein", spricht der Meister, der hier ungewohnterweise "In-Ear"-Kopfhörer tragen muss, zum ersten Mal in über 40 Jahren Bühne. Die Akustik-Gitarren erklingen, eine Herausforderung für Jörg und Zorro, die sich telepathisch verständigen, um auch ohne Bertram synchron zu sein und mit dem ungeschminkten Gesang der Nachtigall harmonisch mitzuschwingen...

17:30 Uhr, große Bühne
Rihanna übt Flic-Flacs auf dem Steg, und die "Kugelprobe" von Emilia lässt kurz darauf die Köpfe aller Musiker wie magnetisch nach oben links wandern, wobei es verständlich ist, dass sich dabei der ein oder andere falsche Ton einschleicht, kein Wunder - und ist ja nur der Soundcheck, also alles easy.
"Heute haben wir viele junge Talente dabei, next Supermodel und so, yeah!" Einmal "Gegen die Strömung" mit Josie....

17:40 Uhr
Getuschel am Schlagzeug, Bertram hat Trouble mit seinem Kopfhörer (Udo: "das is ja eichelartig...") Und dann: "Ist der Hammerdrummer schon da?" Stefan Raab betritt die Szenerie mit Strahlegesicht und ausgebreiteten Armen: "Meister! Wie geht's?" Heute wird getrommelt; Der fliegende Wechsel mit Berte wird geprobt, das Hochkrabbeln von unten hinter der Bühne, dann einmal Johnny Controletti - "Tick langsamer, Kollege, Tick mehr laid back, kam mir gerade bisschen flink vor - vielleicht weil's noch so früh am Morgen is.." Okay, nochmal - jetzt sitzt der Groove.

 
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