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Die beste Rock'n'Roll-Show des Landes

Noch mehr Hits zum Finale

Der Siebzigerjahre-Humor hat Hochkonjunktur, während bei Bernhard Gösebrecht ein UFO samt Protagonist auf der Bühne landet. Das treibend-schwitzige "Honky Tonky Show" klingt mit Bläsersatz immer noch nach den Rolling Stones zu deren Glanzzeit in den frühen Siebzigern.

Die Zuschauer in der SAP Arena gehen voll mit und der Mann mit dem Hut hat es noch drauf. Lindenberg nölt, verbiegt sich und wirft sich auf dem Boden wie vor 30 Jahren. Er tanzt Boogie Woogie, raucht und flirtet mit den Backgroundsängerinnen. Er wechselt seine glamourösen Sakkos und ist mit oder ohne Sonnenbrille immer cool bei den Zwischenansagen.

"Horizont" beschließt das reguläre Set und auch hier wird nochmal deutlich, wie tief im Kollektiv des deutschen Radiohörers, vor allem der Achtzigerjahre, seine Hits verankert sind. Ein bewegender Schlusspunkt mit Tiefgang genauso wie die darauf folgende intensive und liebevolle Vorstellung seines Panikorchesters.

Furiose Zugabe

"Bis ans Ende der Welt" läutet bedächtig und verheißungsvoll die zahlreichen Zugaben ein. Die New Yorker Mafia-Volte "Johnny Controletti" kommt mit tanzenden Kindern im Blues Brothers Look immer noch so cool wie vor 35 Jahren, den "Sonderzug nach Pankow" singt natürlich die ganze Arena mit und bei "Alles klar auf der Andrea Doria" begibt sich Udo in die erste Reihe, lässt die Fans singen und attestiert: "Ein paar sehr gute Sänger hier in Mannheim. Yeah!"

"Candy Jane" gerät in einer ausladenden Version mit Julia Neigel und allen drei Backgroundsängerinnen zu einer Hommage an die frühen Siebziger. Dabei wird ein "Crew Boot" mit Affe und Begleitung durch die Menge gezogen und Konfetti unters Volk geworfen. Backgroundsänger Ole Feddersen zelebriert dann nochmal zusammen mit Lindenberg die "Geile Meile" in "Reeperbahn" bevor der Meister nach der Weltuntergangsballade "Eldorado" zu "Woddy Wodka" und Konfettikanonensalven im Raketenanzug davonfliegt. Großes Kino!

Die Zuschauer sind sich danach einig, dass Udo Lindeberg im Jahr 2017 immer noch der einzig wahre Rock'n'Roller der Republik ist und dass dieser Auftritt in denkwürdiger Erinnerung bleiben wird. Udo unsterblich!

Text: Sascha Kilian
Fotos: Tine Acke

Quelle: Regioactive.de, 17.06.2017

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