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Lindenberg hat frisches „Udopium“

18.10.2018

Panikpräsident stellt fettes Unplugged-Album vor

Musik ist sein „Udopium“ seitdem er vor zehn Jahren der Sauferei abgeschworen hat. Trocken, aber nicht auf dem Trockenen! Lindenberg sticht mit neuem Album in See. Ahoi, „MTV Unplugged“ – 26 Titel aus seiner prallen Schatzkiste sorgen für Wellengang!

Handgemachter Sound ohne Elektro-Firlefanz – sieht man mal von den Kameras ab, die filmten, wie Udo drei Tage auf Kampnagel ein musikalisches Monster-Feuerwerk zündet.

Am Mittwoch lud Lindenberg Journalisten auf den Segler „Mare Frisum“, wo er die Essenz seiner Konzerte präsentierte: „Live vom Atlantik“. Udo: „Man ist beim Hören so nah, man hört die Instrumente atmen. Ich hatte bei den Auftritten Tränen in den Augen, weil’s so geil war. Wir zischen nach vorne!“

Mit an Bord: Jan Delay und Maria Furtwängler

Mit an Bord: Jan Delay, der die Jacke auszog, um sein Oberarm-„Panik“-Tattoo zu zeigen. Udo: „Wir sind Soul-Brüder!“ Jan: „Stimmt. Zusammen nennt man uns Judo.“ Auch „Tatort“-Star Maria Furtwängler war extra vom Dreh auf Mallorca angeflattert gekommen.

Warum das? Ebenso wie Delay, Materia und Alice Cooper (ja, der echte!) hatte sie für das Album mit Lindenberg ein Duett geschmettert. Furtwängler: „Ich habe vorher nie auf einer Bühne gesungen. Aber es hat verdammt viel Spaß gemacht.“

Klar, mit Udo … Zumal die TV-Kommissarin für den Auftritt ein Outfit des Panikpräsidenten tragen durfte – inklusive seiner Original-Unterhosen: wahlweise mit Stier- oder Geweih-Print.

Udo zeigt Hass die Rote Karte

Die Film-Doku zum Album, das am 14. Dezember erscheint, ist gespickt mit Anekdoten. Doch Udo wäre nicht Udo, wenn’s keine ernsten Töne gäbe. So heißt die erste Single, die es bereits heute als Internet-Download gibt: „Wir ziehen in den Frieden“. Udo: „In einer solch beknackten Welt braucht es eine mächtige Friedensbewegung!“ Hass und Ausländerfeindlichkeit zeigt Udo die Rote Karte.

Und zur Entspannung, für ein Leben ohne Stress, hat er die passende Meeresroute ausgetüftelt: „Zwischen Ironien und Lapidarien, hinter den Bagatellen, liegt mein Reich: Hier ist der König von Scheißegalien!“

Text: Rike Schulz
Fotos: Tine Acke

Quelle: Hamburger Morgenpost, 17.10.018