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Unterm Hut

Udo on the boat

18.05.2011 | Kommentare [1]

Gleich zwei Gründe zu feiern und ein Segelboot zu klau'n: Die "DVDuckdich" und der Panikmeister schreiben runde Zahlen...

Eigentlich wollte er "gar nix" machen. Jahre zählen und feiern, da steht er überhaupt nicht drauf. Oft ist er an diesem Tag einfach weggeflattert, keiner wusste wohin, die Nachtigall im Niemandsland - aber diesmal hatte er keine Wahl. Man ließ ihn nicht entkommen, schließlich war es ein runder Geburtstag, der einen offiziellen Übergang markiert, nach dem man - wie Mick Jagger - in London kostenlos U-Bahn fahren darf (was bei Udo L. leider nicht funktioniert, da er ja, wie wir alle wissen, nicht der irdrischen Zeitrechnung unterliegt). Und so charterte Dolce Rita, Bootsmann Metz und das Warner-Team das Segelschiff "Tolkien". Traditionsgemäß gab es vor dem Ablegen ein Ständchen - inklusive lindianisches Medley von "Andrea Doria" bis "Stark wie Zwei", und zwar von der Finkwarder Speeldeel (von allen Chören, die gecastet wurden, der einzige, der dieser Aufgabe gewachsen war)! Der Panikpräsident würdigte den Einsatz, indem er Polka im Schleuderschritt tanzte und spontan die Trommelstöcke übernahm...

Auf See bzw. Elbe ging es dann los, eine Familienparty ohne Pressestress, mit guten Freunden und Clanmitgliedern wie Steffi Stephan, Uli Waller, Eddy Kante, Tine Acke, Ben Streubel, Torsten Siefert, Niko Kazal, die Walentowskis und viele andere, und Steffen Müller erinnert in seiner Laudatio an die Anfänge der Udo-Warner-Connection vor 40 Jahren, als die erste LP "Lindenberg" erschien. Rita Flügge-Timm enthüllt den Award für den sensationellen Erfolg der Live-DVD "Stark wie Zwei" (12 Wochen auf Platz 1, 50.000 verkaufte Exemplare), erzählt ihre ganz persönliche Fan-Geschichte (siehe News), und man beginnt zu ahnen, warum Udo anschließend sagt: "Das ist ja nicht nur mein Werk und mein Erfolg, das haben wir ja alle zusammen hingekriegt!" Und das ohne falsche Bescheidenheit, sondern aus tiefer Verbundenheit. Außerdem huldigt er seinen Eltern Hermine und Gustav, denen er einst vom Himmel gebeamt wurde, und plaudert aus dem Panikkästchen: wie er zum Beispiel damals Steffis Mutter davon überzeugt hat, dass ihr Sohn zu Höherem berufen ist und sie ihm einen Kontrabass für's Konservatorium schenken soll (der dann im Schrank verstaubt ist), damit Steffi der Linoleums-Verleger-Karriere entgehen konnte. Und wie wahnsinnig er sich aufs nächste Abenteuer, die Unplugged-Show, freut. Dass er das alles, wenn es nicht sein Beruf wäre, trotzdem machen würde, als Hobby. Was er nicht erwähnt, ist, wie es die nächsten Jahrzehnte mit der Panik weitergehen wird. Muss er aber ja auch nicht. Weiß doch sowieso jeder.