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Unterm Hut

Uwes Rockliner-Blog

Woher kommt die große Liebe zur Seefahrt?

Es gab früher „Kinderverschickung“, zuhause war wenig Knete. Und da wurde ich verschickt nach Wilster in der Wilster Marsch. Da fließt die Elbe und da habe ich zum ersten Mal Schiffe gesehen. Und ich habe gefragt: „Wo fahren die denn hin?“ Und die haben gesagt: „In die ganze weite, weite Welt hinaus!“ Also in jede Menge Abenteuerländer. Und da hab’ ich als kleiner Knabe gedacht: Das ist genau das Richtige, ich will die Welt kennenlernen und so.

Ein Schiff war immer das Symbol für Neugierde. Als ich dann die Kreuzfahrt immer mehr entdeckt habe, hat mich das immer mehr gepackt. Und irgendwann hab’ ich dann gesagt: Lass’ uns das mal mit der ganzen Panikband machen. Deshalb haben wir jetzt den Rockliner. Schon zum fünften Mal. Und das ist wirklich eine tolle Sache. Auch die Leute, die Du hier so triffst. Partytime zusammen ist wirklich sehr schön.

Wird es noch einen Rockliner geben?

Ja, glaube schon. Das ist so phantastisch alles, das wird schon so weitergehen. Das törnt ja auch so an, wenn wir das nicht weitermachen würden, dann hätte die Leute Entzugserscheinungen kriegen. Psychische Erkrankungen und so. Die Leute haben richtig Bock, die brauchen das richtig. Die frische Seeluft zum Atmen.

Ist die Seefahrt auch so ein wenig Melancholie, die auch mit deinem Wesen zu tun hat?

Ja, es gibt auch so einsame Nächte auf See. Und das finde ich auch sehr schön. Die Weite, die da ist für die Gedanken. Das Losgelöst sein von den Normen zuhause, wo du wohnst. Auch im Hotel. Da geh’ ich runter und das ist alles immer bisschen ähnlich. Und auf See, das ist eine Riesenwildnis. Gespenster, gute Geister, Klabautermänner. Nachts kann ich manchmal nicht pennen, sitze dann da und die Gedanken flippen weg und so entstehen dann auch Texte. Oder Betrachtungen des Lebens.