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Unterm Hut

Uwes Rockliner-Blog

„Odyssee“ – damit beginnt ja Deine Show, damit startet der Rockliner…

Ja, die Irrfahrt. Die Fahrt ist auch die Suche, nicht unbedingt das Ziel. Dieses Unterwegssein. Odysseus hatte ja ein Ziel, aber zwischendurch sehr viele interessante Zwischenstationen gefunden.

Gibt’s einen Ort, der Dir auf Deinen Kreuzfahrten besonders gefallen hat?

Der Amazonas hat mir sehr gut gefallen. In Manaus im Opernhaus bin ich auf die Bühne geflitzt, obwohl das natürlich nicht genehmigt war. Da musste ich mich Fitzcarraldo, Klaus Kinski mäßig auf die Bühne stellen, in diesem Wahnsinns-Opernhaus mitten in diesen Gummibäumen. Da habe ich, ich glaube Amore mio gesungen, aus irgendeiner Oper. Geschallert. Dann haben sie mich gleich von der Bühne geholt. Mit dem Schiff unterwegs sein, das heißt du steckst deine Nase überall mal rein, in alle möglichen Gegenden. Und dann denkst Du: Dahin muss ich nochmal wiederkommen. Und auch mal richtig ins Landesinnere rein und genauer checken.

Der Rockliner 5 ist Geschichte – bald sind Bundestagswahlen…

Ja und man sollte die Chance in der bunten Republik nutzen, dass wir wählen können, dass wir mitbestimmen können, welche Leute da in die Parlamente kommen und in den Bundestag. Ich bin ja überparteilich, aber viele Leute kennen ja meine Haltung. Dass ich für eine bunte, tolerante Republik bin, die auch einen prima Austausch mit anderen europäischen Ländern hat. Wir sind ja jetzt leider zwischen den Blöcken bei den Weggetretenen.

Ich meine Trump, das ist da ein gespaltenes Land. Gibt auch gute Leute im Ami-Land, aber eben auch viele, die wandern da jetzt so durch einen Nebel. Nationalistisch, rassistisch und was da alles für ein Scheiß zu Tage tritt in diesem bisherigen Musterland. USA mit Trump – das ist erschreckend. Gut, wir hoffen jeden Tag, dass es bald zum Impeachment kommt, dass er bald aus dem Amt entfernt wird.

Auf der anderen Seite gibt’s von Putin auch viele weggetretene Maßnahmen. Völkerrechtsbruch und so weiter. Da muss ein Europa in der Mitte jetzt sehr, sehr stark sein. Und auch ein bißchen moderieren zwischen diesen beiden Blöcken. Und auch friedenspolitisch einen Schritt nach vorne gehen. Rüstungswahn und immer mehr Kohle knallen die da rein. Und du weißt, wo die Kohle fehlt: in der dritten Welt, da verhungern jeden Tag zigtausend Menschen. Das ist ein tägliches Verbrechen. Wir müssen diese Spirale stoppen. Und da müssen auch Impulse kommen aus Europa. Auch vor dem Hintergrund des ganzen Grauens, das hier war mit den beiden Weltkriegen.