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Lindenberg: „In Leipzig ist immer so eine große Liebe zu spüren“

Songs tragen Menschen durch Lebenskrisen

Sie sagten, dass das Publikum überlebenswichtig sei …

… das ist wie eine Droge, Udopium eben. Diese Verbindung ist einmalig und für immer. So wie viele unserer Songs Menschen auch durch Lebenskrisen tragen, brauchen wir die Bühne wie ein Überlebenselixier …

Die letzten Minuten vor der Show: Bevor sie übers Publikum oder vom Hallendach schweben. Ist das ihr einsamster Moment?

Wenn ich so einsam da oben hänge, denke ich oft an meine Eltern, Hermine und Gustav. Einmal, genau hier in Leipzig im Stadion, hat es bis kurz vor Konzertstart nur geregnet. Ich habe dann hochgeschaut, Hermine und Gustav haben die Wolken beiseitegeschoben, es hörte auf zu regnen und die Sonne knallte durch. Einsam bin ich da oben, klar. Aber, wenn ich lande, fängt mich die Wärme und Liebe meiner Fans auf und trägt mich durch die ganze Show.

Udopium ist eine Reise durch die Ära Lindenberg. Ein Ritt durch 50 Jahre. Die vier neuen Songs auf dem Album sind emotional, tiefgehend und persönlich: „Wieder genauso“ erzählt von der Endlichkeit. Wann haben Sie mit dem Tod gequatscht?

Schon öfter. Gelegentlich kommt er mal vorbei, sagt, so langsam sei es doch nun mal Zeit. Dann reden wir eine Weile. Ich sag, ich kann hier noch nicht weg, muss hier noch weiterjodeln, kann die Panikfamilie ja hier nicht hängenlassen. Tja, und dann machen wir einen neuen Deal für die nächsten Jahre oder gründen gleich den Club der Hundertjährigen. Kannst Du ja auch einsteigen. Jubiläumsconcerto 2046. Besser jetzt schon mal ein Ticket sichern. Haha.

Hatten Sie Gedanken, dass 2019 womöglich Ihre letzte Tour über die Bühne ging?

So manchmal habe ich schon gedacht: Vielleicht habe ich mein letztes Konzert schon gespielt. Aber für mich Marathon-Man ging’s immer irgendwie weiter. Ich lebe nicht nach der Devise: früher Tod, großer Ruhm, sondern erstmal gar kein Tod, trotzdem ewiger Ruhm. Ich bin aber von Beruf aus Optimist, lass mich selten von was komplett runterziehen, und so war mir immer klar, dass der Tag kommen wird, an dem ich wieder mit dem Paniktheater unterwegs sein werden. Und jetzt ist es so weit.