2022

Januar: Das Biopic "Lindenberg - Mach dein Ding" feierte vor zwei Jahren Kinopremiere - und startet jetzt auf der erfolgreichsten Streamingplattform Netflix durch.

Februar: Greenpeace startet Petition gegen neue Atombomber in Deutschland, und Udo ist dabei, denn: Atomwaffen haben die Welt schon mindestens 2x FAST in den Abgrund gestürzt. Wir müssen diesen Wahnsinn beenden! Komm wir ziehen in den Frieden.

Am 21. Februar verstirbt Udos Freund und Wegbegleiter, der Panikproduzent Andreas Herbig im Alter von 55 Jahren. Mit ihm zusammen feierte Udo sein großes Comeback 2008 mit dem von Herbig produzierten Album "Stark wie zwei". Zitat Udo: "andreas hat sich in seinem leben für ne höhere flugbahn entschieden, das leben der "normalos" war nie sein ding; wie ikarus – grüß die sonne, die deinen schönen, explosiven wahnsinn und dein großes genie befeuert!! tiefster dank und auf ewig verbunden: dein sänger udo"

Russland startet Angriffskrieg gegen die Ukraine. Udo ruft gemeinsam mit Unicef zu Spenden auf, um das Leben und Wohlergehen der 7,5 Millionen Kinder des Landes zu schützen.

März: Mit drei umjubelten Shows im Theater Pforzheim endet das diesjährige Projekt der Udo Lindenberg Stiftung "Hinterm Horizont macht Schule", auf Grundlage des Musicals „Hinterm Horizont“. Darin geht es um eine Liebe zwischen Ost und West in Zeiten des Kaltes Krieges und den Alltag der damaligen DDR. Es vereint Theaterelemente mit Musicalinszenierungen und Rockshow-Attitüde und vermittelt geschichtliche Themen wie „Kalter Krieg“, DDR und Diktatur, aber auch ein besseres Verständnis für Freiheit und Demokratie.

Als ein Zeichen für Frieden, für Völkerverständigung und für internationale Solidarität geht die Crowdfunding Aktion "Artists for Peace - Ukraine Soli-Compilation" an den Start. Der Erlös der LOVE, PEACE & HARMONIES - Compilation wird an die Non-Profit-Organisation Mission Lifeline gespendet, um schnell und gezielt den Hilfebedürftigen in und aus der Ukraine zu helfen. 

Schüler*innen der Udo-Lindenberg-Schule in Mellrichstadt starten Protestaktion aus Solidarität mit der Ukraine - mit ihrer eigenen Song-Interpretation von „Wozu sind Kriege da“. Sämtliche Erlöse der Neuauflage „Wozu sind Kriege da?“ gehen an die UNICEF Kinderhilfe für die Ukraine.

Udos udopische Raketenstation auf der Reeperbahn, das panische Multimedia-Event Panik City, feiert ihr 4-jähriges Jubiläum.

April: Unter dem Motto "Zusammen!" sammeln im Hamburger St.-Pauli-Theater zahlreiche Künstler Geld für Kinder in und aus der Ukraine. Udo Lindenberg singt bei der Spendengala "Wozu sind Kriege da", begleitet von Pascal Kravetz am Flügel.

Das Lied „Wir ziehen in den Frieden“ bildet das Leitmotiv einer Spendenaktion am Timmendorfer Strand: Acht Anti-Kriegs-Plakate in XXL-Größe (3,70 mal 2,70 Meter) mit Werken von Udo Lindenberg werden zugunsten der Unicef Nothilfe für Kinder in der Ukraine versteigert - für insgesamt 40.000 Euro. 

Mai: Udo Lindenberg ist jetzt ein schottischer Lord: Zu seinem 76. Geburtstag schenkt ihm sein Team ein kleines Grundstück in Schottland. Nach altem schottischem Recht ist der Sänger damit zu Lord Lindenberg geworden - und durch den Erwerb des Grundstückes wird die Erhaltung eines Naturschutzreservates in Schottland finanziert.

Udo Lindenberg ist erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder auf Tour! Am 24. Mai startet er seine neue Tour zur Show "Udopium Live 2022" in Schwerin und feiert spektakuläre Erfolge mit annähernd 300Tausend Zuschauer*innen bei 26 ausverkauften Konzerten. 49 Tage lang, bis zum 10. Juli, war der Tour-Tross um Udo Lindenberg in Deutschland unterwegs, die Kritiker*innen überschlagen sich vor Begeisterung.

Juni: Udo Lindenberg - "Rock'n'Roll und Rebellion - Ein panisches Panorama": Die Chronik einer Revolte kommt zum RECORD STORE DAY in die kleinen Plattenläden - als neongrüne limitierte Vinyl Spezialausgabe, von der es nur 410 Stück gibt.

Juli: Der preisgekrönte Kinofilm "Lindenberg! Mach dein Ding" feiert TV-Premiere im Ersten. Neben Jan Bülow in der Titelrolle spielen u. a. Julia Jentsch, Charly Hübner, Detlev Buck und Max von der Groeben in dem mitreißenden Biopic mit, Regie: Hermine Huntgeburth.

Das Hermann Hesse Festival der Udo Lindenberg Stiftung findet zum 7. Mal statt und feiert die Siegerbands des Panik-Preises 2022 live auf der Bühne im Kloster Hirsau: mola, VON WELT und Ronja Maltzahn sowie Sonderpreisträgerin Anna Janina Remsperger & Jascha Nakladal für die beste Hermann Hesse Vertonung. Udo singt mit der zehnjährigen Berenike (von The Voice Kids) "Wozu sind Kriege da?" und hat laute Botschaften im Gepäck: für mehr Toleranz, mehr Frieden und ein aktives Handeln in der Klimakrise.

August: Das legendäre Panikorchester feiert seinen 49. Geburtstag (13. August 1973*) 49 YEARS OF PANIC ROCKNROLL. Und kein Ende in Sicht. 

"DAS LINDENWERK - MALEREI IN PANIKCOLOR" erscheint als erste und einzige Nachauflage des Jahres 2022 und gleichzeitig letzte signierte Auflage im Schwarzkopf Verlag.

September: Udo Lindenberg wird nach Johannes Brahms als zweiter Musiker überhaupt zum Ehrenbürger der Stadt Hamburg ernannt. Mit Ausnahme der AfD-Abgeordneten stimmen alle Fraktionen der Bürgerschaft dem Antrag zu und ernennen den Panikrocker mit Standing Ovations zum vermutlich coolsten Ehrenbürger Hamburgs.
Begründung des Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher: „Seit über 50 Jahren ist Hamburg Ihre Wahlheimat. Sie sind ein Urgestein der Hamburger Musikszene, gestartet im legendären ,Onkel Pö‘, dem Mittelpunkt des Hamburger Jazz der 70er-Jahre, dem Sie die erste Zeile des ersten Liedes Ihres ersten Erfolgsalbums ,Alles klar auf der Andrea Doria‘ gewidmet haben. Rock auf Deutsch: Das war damals neu und hat den Nerv der Zeit getroffen. Mit Ihrer Musik und Ihrer Persönlichkeit sind Sie weit über Hamburg hinaus bekannt geworden – einer der erfolgreichsten Künstler unseres Landes. (...) Seit Jahrzehnten engagiert sich Udo Lindenberg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Diskriminierung. Er zeigt Haltung und spricht vielen Menschen aus der Seele, mit bewegenden Worten, mit Lebensfreude, Leidenschaft, einem einzigartigen Stil und einem Hauch geheimnisvoller Magie“, fasst Tschentscher Lindenbergs Werk und Wirkung zusammen. Udos Dankesrede ist eine Liebeserklärung an die Stadt Hamburg und ihre Bewohner*innen. Corny Littmann hält die Laudatio, Die Gaststars Jan Delay, Johannes Oerding und der Harburger Mittelstufenchor "Gospel Train Hamburg" gratulieren musikalisch.

Otto Waalkes feiert Jubiläum mit Stargästen an einem Ort mit historischer Bedeutung: im Audimax der Uni Hamburg. Hier spielte er am 15. September 1972 ein Konzert, mit einer Schallplattenaufzeichnung, die den Durchbruch für seine Karriere einläutete. 50 Jahre später zelebriert die Komiker-Legende diesen Tag zusammen mit der Stefanie Hempel Band, Inga Rumpf, Abi Wallenstein, Annett Louisan, Helge Schneider u.a. - und singt mit seinem Kumpel Udo Lindenberg "Erst auf dem Heimweg wird's hell": zwei Kultur-Legenden, die eine jahrzehntelange Freundschaft eint. Als Jan Delay dann den Song "Er wollte nach London" von Udo Lindenberg zum Besten gibt, stimmt der Panikrocker höchstpersönlich in die letzten Zeilen mit ein, um im Anschluss mit seinem Freund ihre gemeinsame Hamburg-Hymne "Reeperbahn" zu performen.

Udos langjährige Freundin und Kollegin Alla Pugatschowa, die größte russische Pop-Sängerin, übt heftige Kritik an Putins verbrecherischem Krieg gegen die Ukraine. Udo solidarisiert sich öffentlich mit Alla und vielen anderen russischen Stars, Künstler*innen, Intellektuellen und auch einfachen Bürger*innen, die dem System Putin den Rücken kehren. ZDF aspekte berichtet mit dem Beitrag: Wozu sind Kriege da?

Udo Lindenberg und Jan Delay eröffnen das Reeperbahn Festival im Operettenhaus mit ihrem gemeinsamen Song "Reeperbahn". 

Oktober: Udo Lindenberg zeigt sich solidarisch mit den trotz der Repressionen im Iran für Freiheit demonstrierenden Frauen. "Was gerade im Iran passiert, ist unglaublich, diesmal könnte endlich das Regime gestürzt werden", schreibt der Hamburger Ehrenbürger bei Facebook. Dieser Freiheitskampf dürfe nicht verstummen. "Lasst uns solidarisch sein!!!", forderte Lindenberg. Auslöser der anhaltenden Demonstrationen im Iran war die Ermordung der 22-jährigen Jina Mahsa Amini Mitte September. 

November: Das NDR Kultur Chorexperiment 2022 erreicht seinen Höhepunkt: Mehr als 3.000 Sängerinnen und Sänger haben beim größten virtuellen Friedenschor Norddeutschlands "Wir ziehen in den Frieden" von Udo Lindenberg eingesungen. 

Udo Lindenberg hat die UNICEF Karte "Mein Herz ist mein Kompass" exklusiv für UNICEF gestaltet. Alle Erlöse aus dem Verkauf fließen in die weltweiten UNICEF Hilfsprogramme für Kinder. „Bei all dem Chaos auf der Welt zittert die Kompassnadel ganz schön krass, aber sie zeigt nach vorn. Diese ganzen schwachsinnigen Kriege, die Umweltzerstörung, so viele Mörder-Regime, sozialer Unfriede, Menschenrechtsverletzungen in so vielen Ländern. Das alles macht es schwer dran zu glauben – an eine fairere Welt für alle. Aber irgendwann kriegen wir das doch hin. Wir dürfen unsere Hoffnung doch nie aufgeben, und unseren Kampf dafür!“ erklärt der Musiker und Maler. 

Dezember: Das Kuratorium der UDO LINDENBERG STIFTUNG tagt und bringt die Fortführung nachhaltiger Projekte wie den "Songwettbewerb Panikpreis" und das Schüler-Musical „Hinterm Horizont macht Schule" und die verschiedenen Wasser- und Bildungsprojekte in Kenia auf den Weg.

Auf Einladung des Übersee-Clubs diskutieren die Hamburger Ehrenbürger im Rathaus über die Zukunft der Stadt: Ob Kunst, Kultur, Bildung oder sozialer Zusammenhalt in Hamburg - kaum ein Thema, das die Kinderbuchautorin Kirsten Boie, der Unternehmer und Mäzen Michael Otto, Hamburg Ballett-Intendant John Neumeier und Panik-Rocker Udo Lindenberg auslassen. „Wir müssen mehr für die nicht subventionierte Kultur machen, den Underground in der Musik“, fordert Lindenberg. Es sei wichtig, die Kids von den „Idioten-Gangsta-Rappern wegzubringen“. Im Gespräch mit RTL bekräftigt er: „Man muss die Leute antörnen und kreative Unruhe säen. Weg von diesem Frauen diskriminierenden und homophoben Scheiß.“

Am Human Rights Day ruft Udo Lindenberg zur Solidarität mit Irans Rapper Toomaj Salehi auf. Obwohl Toomaj die Todesstrafe droht, protestiert er weiterhin gegen die Regierung. - Weil die Hoffnung niemals stirbt, und weil BARAYE, die Hymne der #IranRevolution niemals verstummt.