St. Georg - BILD erreichte den Panikrocker gestern auf Reisen. In Vorbereitung seiner Konzert-Kreuzfahrt im nächsten Jahr tourt Udo Lindenberg (63) gerade durch New York. Vorm Hotel „Atlantic“ nimmt Lindis Leibwächter Eddy Kante die „BILD-Hafenmedaille“ stellvertretend für Udo Lindenberg von BILD-Hamburg-Chef Matthias Onken entgegen. „Mr. Weltweit ist happy, danke für den heißen Preis“, feierte er die Nachricht – und schickte gleich einen Fotogruß. Die „Hafenmedaille“ erhält Hamburgs bekanntester Musiker als „Stimme des Hafens“.
Lindenbergs langjähriger Leibwächter Eddy Kante nahm die Auszeichnung für den schiffsbegeisterten Rocker am Hotel „Atlantic“, Udos Wohnsitz, entgegen.
Am Wochenende kehrt der langjährige Hotelgast heim: „Bis dahin checke ich in New York Bands und die Szene.“
Udos eigentlicher „Heimathafen“ ist die westfälische Kleinstadt Gronau, den Anker hat er jedoch früh in Hamburg geworfen. Sein Künstlerherz schlägt für die Hansestadt, und die Hanseaten lieben ihren „Lindi“.
Seit 14 Jahren lebt der Sänger und Maler in einer „Atlantic“-Suite.
Nach dem Hotel an der Alster hat er eine Platte („Atlantic Affairs“, 2002) und eine Rock-Show benannt.
In seinem Song „Piratenfreunde“ singt Lindenberg: „Weißt du noch unten am Hafen. Es roch nach Freiheit und nach Meer. Die Möwen zogen ihre Kreise und wir sahen den Schiffen nach. Wir wollten mit auf große Reise, das war der Anfang, das war klar.“
Diese Sehnsucht erfüllt sich Udo Lindenberg nun mit seinem neuesten Clou – dem „Rock-Liner“: Mit dem Kreuzer „Mein Schiff“ (962 Kabinen, Platz für 1690 Passagiere) nimmt er von Hamburg aus Kurs auf das englische Dover. An Bord des „Rock-Liner“: Lindis Panikorchester, seine Freunde und Fans.
Die erste Fahrt, die im Mai 2010 stattfindet, war innerhalb von nur wenigen Tagen ausverkauft. Neue Touren sind schon in Planung, sagt Käpt’n Udo.
Dies ist nicht das einzige Hafen-Projekt von Udo Lindenberg: Der Mann, der mit seinem Comeback-Album „Stark wie Zwei“ sensationell Platz 1 der Hitparade belegte, für seinen Erfolg einen „Echo“ und die „Goldene Kamera“ bekam, träumt von einer „Panikzentrale“ in maritimer Lage.
Dort will er Erinnerungsstücke aus über 40 Jahren Rockgeschichte und seine „Likörelle“ (mit Eierlikör gemalte Bilder) ausstellen.
Udo, der mit 63 zur Form seines Lebens aufläuft, heckt unter seinem Hut noch viele weitere lindiastische Projekte aus – Grenzen kennt er nicht, ganz nach dem Motto: Hinterm Horizont geht’s weiter.
Text: Anna Hesse und Theresa Hallermann