Bei der GEMA lobt man Udo Lindenberg als "Deutschrock-Ikone" und als Künstler, der mit seiner Musik "bis heute Kolleg:innen und Publikum gleichermaßen" inspiriere. Kurz vor seinem 80. Geburtstag im Mai wolle er die Auszeichnung im Rahmen der Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises (DMAP) in Berlin persönlich entgegennehmen.
"Als Songwriter, Performer und Ideengeber begeistert er generationsübergreifend Millionen und inspiriert Musiker:innen seit Jahrzehnten", heißt es zur Begründung: "Für das, was Popmusik in Deutschland erreichen und bedeuten kann, setzte Udo Lindenberg, der am 17. Mai seinen 80. Geburtstag feiert, nachhaltig Maßstäbe." Sein Einfluss auf das musikalische Geschehen und den gesellschaftlichen Diskurs sei "bis heute prägend", unterstreicht die GEMA.
"Die Inspiration ist der kreative Funke, die Eingebung, die Er-leuch-tung! Der Moment der Idee", lässt Udo Lindenberg selbst wissen: "Was kann ein Künstler sich Schöneres wünschen, als für seine Inspiration ausgezeichnet zu werden? Für die Quelle, mit der immer alles anfängt, ... und die - vielleicht - auch andere inspiriert und motiviert? Dank an die GEMA für die Ehre und Inspiration."
"Wer sollte das sein in unserer musikalischen Republik, der diesen Sonderpreis Inspiration mehr verdient haben könnte als Udo Lindenberg!", begründet Ralf Weigand als Vorsitzender des GEMA-Aufsichtsrats die Entscheidung. "Es dürfte über die letzten vier Generationen nicht viele geben, die seine mit rauchiger Stimme und tief in die Stirn gezogenem Fedora vorgetragenen Songs oder auch Statements nicht kennen und schätzen. Und mit dieser einzigartigen Stilistik und ikonischen Prägnanz war und ist er eben höchste Inspirationsquelle für so viele seiner Kolleginnen und Kollegen: Ob es um die Erschaffung von schrägen Charakteren wie 'Rudi Ratlos' oder den heißen Greis geht, um seine Reeperbahn, den weiten Horizont oder um den Sonderzug nach Pankow - er schafft musikalisch Bilder und Sphären, die sofort im Kopf und dem Herzen ankommen und dort einrasten, bleiben und starke Wirkung zeigen. Und kein Grund zur Panik: der Udo hört einfach nie auf und wird uns und alle weiteren Generationen immer inspirieren, stark wie nicht nur zwei, sondern > 1000!"
Für Udo Lindenberg ist es bereits die zweite Auszeichnung mit dem DMAP: 2024 erhielt er die Trophäe gemeinsam mit Apache 207 und einem mehrköpfigen Autoren-Team in der Kategorie "Erfolgreichstes Werk" für die gemeinsamen Erfolge mit dem Song "Komet", der allein 21 Wochen lang den ersten Platz der von GfK Entertainment ermittelten Offiziellen Deutschen Singles-Charts belegte und damit "zum bislang erfolgreichsten deutschsprachigen Song" avancierte. Den "Sonderpreis Innovation" hatte die GEMA ebenfalls 2024 erstmals ausgelobt: Damals ging die neue Auszeichnung an Annette Humpe.
Bei der GEMA lobt man Udo Lindenberg zudem als "Elder Statesman der deutschsprachigen Rockmusik", der vor mehr als 50 Jahren selbst die Grundlage seines einzigartigen Erfolgs geschaffen habe: "Anfang der 70er brach er die Konvention, wonach glaubwürdige, song-basierte Rockmusik immer englischsprachig zu sein habe", heißt es in der Würdigung des Preisträgers unter anderem. Nach den für den Künstler vergleichsweise eher ruhigen 90er-Jahren sei ihm mit dem Album "Stark wie Zwei" 2008 "das wohl spektakulärste Comeback der deutschen Musikgeschichte" gelungen, bilanziert man bei der GEMA: Songs wie "Ganz anders", eine Kollaboration mit Jan Delay, "Mein Ding", "Durch die schweren Zeiten" und schließlich "Komet" würden deutlich machen: "Mit Udo Lindenberg ist weiterhin zu rechnen. Die Rolle des Elder Statesman der deutschsprachigen Rockmusik verkörpert er perfekt und stark wie kein zweiter. Oder um es mit einem Lindenberg-Song von 2016 zu sagen: 'Einer muss den Job ja machen.'"
Die GEMA richtet die 17. Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises am 26. Februar im Berliner The Ritz Carlton aus.