Das Doku-Event "Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg" am 21.09. um 20:15 Uhr bei VOX
Er ist der Begründer der deutschen Rockmusik: Udo Lindenberg. 1973 gelang ihm mit dem „Panikorchester“ und dem Album „Alles klar auf der Andrea Doria“ der Durchbruch. Zum 40-jährigen Jubiläum dieses Erfolgs beschreibt VOX im Doku-Event „Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg“ (am 21. September um 20:15 Uhr) die Karriere des Panikrockers mit all ihren Höhen und Tiefen. In einem exklusiven VOX-Interview gibt die Rock-Ikone ganz persönliche Einblicke in seinen musikalischen Werdegang und öffnet seine privaten Fotoalben. Selten gesehene Super-8-Filmaufnahmen dokumentieren die Anfänge Udo Lindenbergs - zunächst noch als talentierter Schlagzeuger, später als Sänger des „Panikorchesters“ und gewaltig inszenierter Rock-Revuen.
Die vierstündige Dokumentation zeigt auch Udo Lindenbergs soziales und politisches Engagement, unter anderem seine Bemühungen für die Verständigung zwischen Ost- und Westdeutschland, für die er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Aber auch seine Liebschaften mit Nena oder dem „Mädchen aus Ost-Berlin“, seine familiären Verluste wie den seines Bruders Erich oder seiner geliebten Eltern sowie seine Alkoholabstürze - Lebensabschnitte, die Udo Lindenberg in seinen unverwechselbaren Songs und Alben verarbeitete.
Zu Wort kommen langjährige Weggefährten wie Otto Waalkes und Marius Müller-Westernhagen, die wie viele Kreative in den Sechzigerjahren zusammen mit dem Panikrocker Obdach in der leerstehenden „Villa Kunterbunt“ in Hamburg fanden. In exklusiven Interviews sprechen neben den Familienmitgliedern, den beiden Schwestern und seinem inzwischen verstorbenen Bruder Erich, auch zahlreiche Musikerkollegen wie Max Herre, Jan Delay, Clueso oder Nena, die „Panikorchester“-Mitglieder Steffi Stephan und Jean-Jacques Kravetz, BILD-Chefredakteur Kai Diekmann sowie Udo Lindenbergs aktuelle Lebensgefährtin und „Komplizin“ Tine Acke über ihre Erlebnisse mit der deutschen Rock-Legende.
Die eindrucksvolle XXL-Doku „Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg“ wurde realisiert von DEF Media. Die Macher der DEF, das Produzentenpaar Simone Adelsbach und Jörg A. Hoppe (zweifache Adolf-Grimme-Preisträger), begleiten Udo Lindenberg seit nunmehr 25 Jahren. Durch dieses Vertrauensverhältnis entstand ein Film, der auch dem Menschen Udo Lindenberg so nahe kommt wie nie zuvor.
Auszüge aus dem exklusiven Interview mit Udo Lindenberg (am 21.09. um 20:15 Uhr bei VOX):
Udo Lindenberg...
…über seine Exzesse:
„Das ist Sturm und Drang, da musst du mal los, da
verbrennt man sich erst mal die Finger. Man hat‘s ja
überlebt. Ich habe schon vieles überlebt.“
…über sein großes Comeback:
„Ich muss mich immer kneifen. Spinn‘ ich jetzt? Oder
träum‘ ich jetzt? Ist das wirklich alles wahr?“
„Das ist ein Geschenk und ein tolles Erlebnis und ich hebe auch nicht ab, sondern ich bleibe ganz cool, ich freue mich und bin sehr dankbar.“
…über sein Nuscheln:
„Er kann schon, aber spricht halt gelegentlich ein wenig
lässig und so und dann denken manche, der nuschelt ja. Ist ja auch ein Sound, der berühmte Nuschel als ‚Trademark‘, also er macht das ganz bewusst.“
…über seine Texte:
„So entstehen ja viele meiner Texte: auf der Straße, in der Kneipe, auf dem Schiff, im Gespräch mit den Leuten: Deine Story ist ähnlich wie meine, ähnliche
Erfahrungen, Erlebnisse und so, und ich schreib’ das immer auf. Und so sind viele geile Songs entstanden. Nicht alleine in so ’nem Elfenbeintürmchen vor so ’ner Schreibmaschine, sondern auf der Straße, in der Kneipe...“
„Und dann merkte ich schon beim Machen: Es gibt so viele Sachen, die kann ich in einer Sprache, die mir nicht so eigen ist, Englisch, nicht so zum Ausdruck bringen, wie ich es gerne möchte. Das geht besser auf Deutsch.“
…über das Panikorchester:
„Das ist für mich ein gigantischer Act und ich bin froh, dass ich da Sänger bin.“
„Wir wollten die Schlagerlobby, die damals ‘ne große Fresse hatte und die ganz weit vorne stand, in Angst und Schrecken und in Panik versetzen.“
„Wenn ich auf die Bühne gehe und die spielen los, das ist wie ein Sonnensegel und ich hänge mich rein und dann hebt es ab.“
…über seinen Gesang:
„Dann merkte ich: Okay, ich bin jetzt als Trommler überall Number One. Das reichte mir nicht mehr, ich wollte Sänger werden. Ich hatte Texte, ich wollte sie irgendwie rüberbringen.“
… über das Mädchen aus Ost-Berlin:
„Ich hab das Mädchen aus Ost-Berlin kennengelernt und es war eine riesig große Liebe auf den ersten Blick und dann ging das aber nicht weiter.“
„Und dann haben wir uns ein paar Tricks ausgedacht, wie wir trotzdem zusammen kommen können
und dann ging die Liebe weiter und das mit dem Kind habe ich dann erst viele Jahre später erfahren.“
…über sein politisches und soziales Engagement:
„Das habe ich als Kleinkind schon nicht geschnallt: Wie kannst du einfach eine Welt so akzeptieren,
wie sie ist? Du musst dazu beitragen, dass sie fairer wird und einfach cooler und gerecht für alle.“
…über seine Likörelle-Malkunst:
„Es war irgendwie eine Feier - Valentinstag, Ostern oder Weihnachten - und ich wollte nicht lieblos
irgendwelche Whiskey-Flaschen verschenken, sondern ich habe gedacht: Ich male jetzt jedem mal was.“
„Das was sie in ihren elitären Hochschulen lernen, ist eigentlich scheißegal. Ich feiere hier die Anarchie. Ich halte mich an gar nichts, ich gehe absolut unbefangen da ran. So singe ich, so male ich, so tanze ich, so mache ich meine Inszenierung.“
Das gesamte Interview zeigt VOX am 21.9. um 20:15 Uhr in der Dokumentation „Ich mach mein Ding! 40 Jahre Udo Lindenberg“.
Wer das Doku-Event verpasst hat, kann dieses sieben Tage nach Ausstrahlung kostenfrei bei VOXNOW.de abrufen.