Udo Lindenberg will mindestens 100 Jahre alt werden – er gehöre zum „Club der Hundertjährigen” und werde 2046 eine große Party schmeißen, so Lindenberg bei Eröffnung einer Ausstellung mit seinen Bildern und Zeichnungen in Werl, gut 100 Kilometer von seinem westfälischen Geburtsort Gronau entfernt.
Rund 1000 Gäste waren in die Walentowski Galerien gekommen, um gut 200 Werke von Lindenberg zu sehen. Es gibt seltene Unikate, großformatige Drucke auf Leinwand, Arbeiten in Postergröße, handsignierte Siebdrucke, Originale auf Papier. Die Preise bewegen sich im vier- bis fünfstelligen Bereich. In Anlehnung an seine Songs heißen seine Werke „Sie spielte Cello”, „Hinterm Horizont” oder „Ich mach mein Ding”.
Beim Rundgang durch die Galerie habe er gestaunt, wie viele Bilder er gemalt habe, scherzte der Künstler: „Wenn ich die Knete hätte, würde ich mir selber welche davon kaufen”. Vor vielen Jahren habe er ein paar Songs bebildern wollen „und dann ging das richtig ab mit der Malerei”. Später am Abend gab es ein paar Songs der Panikrocker wie „Hinterm Horizont”, auch mal begleitet von einem Düsseldorfer Kinderchor.
Die Ausstellung verstehe sich als eine „Verbeugung vor 80 Jahren Panik-Power”, erläuterte die Galerie. Udo Lindenberg sei einer der prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Kunstgeschichte, seine Werke „mit Hut, Humor und Haltung” seien unverkennbar. Die Schau unter dem Motto „Keine Panik in Werl – Das Udo Lindenberg Universum” ist ab sofort für die Öffentlichkeit geöffnet.