Der Sänger, Menschenfreund und Buntvogel Udo Lindenberg wird 80, und zum Jubiläum schenkt ihm die ARD eine angemessen joviale Doku.
Vom Titel abgesehen macht Regisseurin Cornelia Quast dann allerdings ganz enorm viel richtig in diesen 90 Minuten, in denen es nicht eine einzige Stimme aus dem Off gibt. Was erzählt wird, erzählen die Bilder. Und die Menschen – darunter die Tokio-Hotel-Zentralfiguren Bill und Tom Kaulitz, Rapper Apache207, Sängerin Inga Humpe und die Schauspieler Maria Furtwängler, Anna Loos und Jan Josef Liefers. Dazu, natürlich, die beiden weltgrößten Lindenberg-Fans, -Versteher, -Analysten, -Deuter und Begleiter: Jan Delay und Benjamin von Stuckrad Barre.
Was die Menschen, die alle Fans bis Freunde sind, sagen, ist dem Anlass angemessen sektlaunig, jovial und gewogen. Und darin sehr oft toll. Die Stylistin Niko Kazal: „Udo ist so der Typ Flottvogel, würd’ ich sagen. Fliegt überall hin und her. Und ist ein Menschenfreund.“ Sänger Jan Delay, über seinen ersten Kontakt mit Lindenbergs Musik: „Boom! Die Welt war eine andere.“ Der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre: „Udo hat sich die Welt angeguckt und gesagt: Das geht besser. Ich denk’ mir eine aus. Deutsche Sprache: Ja, ganz nett, aber ich mach die jetzt geil. Ich mach die so, dass sie Spaß macht.“