15. April 2026 Udo Fröhliche

 »Udo mag, wie jeder denkende Mensch, ein Problem haben mit dem Alter. Allerdings muss man auch feststellen: Das Alter hat ein Problem mit Udo. Irgendwie kriegt es ihn nicht zu fassen. Ob der Gutschein für die Reise zum Mond noch gilt? Udo wäre dann jetzt so weit.« 

Udo Lindenberg wird achtzig. Hört sich unglaublich an, ist aber so. In „Udo Fröhliche“ durchmisst der Udo-Freund und -Chronist Benjamin von Stuckrad-Barre („Panikherz“) acht Jahrzehnte Udo-Universum, buchstabiert das Lindenberg-Alphabet von Alkohol über Cello und Fernweh, Rollschuhe, Sprache, Hotel und Hut bis zur Zigarre. 

Biografische Kurzgeschichten über einen Mann, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, die Sprache und dadurch die Denkweise, verändert hat – durch seine Musik, vor allem aber durch sein gnadenlos unprätentiöses Menschsein. 

Aus großer Nähe, kundig, witzig und scharfsinnig erzählt Benjamin von Stuckrad-Barre von einem, der zum Ereignis wurde und zur bundesdeutschen Institution. Es geht natürlich auch um Aufstieg, Absturz, Wiederauferstehung – schließlich ist Lindenbergs Leben eine sagenhafte Heldenreise.

Vieles wusste ich selbst gar nicht mehr sooooo genau.

Scheint ja ‘n interessanter Vogel zu sein, dieser Udo-Gerhard.

Einen besseren Udo-Kenner als Benjamin von Stuckrad-Barre gibt es nicht. Und einen klügeren, witzigeren und einen, der alles aus dem Lindenberg-Kosmos begriffen, erfühlt und notiert hat, auch nicht. 80 Jahre unser wunderbarer Udo ‒ hier brillant aufgefächert

PS: »Udo Fröhliche« ist erstmals 2016 als bebildertes Magazin bei der Axel Springer Verlagsgruppe erschienen. Das Magazin war damals nach wenigen Wochen vergriffen. Der Autor hat das Buch für die Neuausgabe zu Udo Lindenbergs 80. Geburtstag durchgesehen, überarbeitet und erstmalig auch als Hörbuch eingesprochen