21. Oktober 2008 Udo Lindenberg plant "Panik-Zentrale" in Hamburg

Quelle
Die Welt, 20.10.2008

Vom Erfolg seiner aktuellen CD und der ausverkauften Tournee beflügelt, will Udo Lindenberg das nächste Großprojekt angehen – und hofft dabei auf Unterstützung durch die Stadt Hamburg. Der Künstler träumt von einer "Panik-Zentrale", die sein Schaffen als Musiker und auch als Maler präsentieren soll.

Vom Erfolg seiner aktuellen CD „Stark wie Zwei“ und der ausverkauften Tournee beflügelt, will Udo Lindenberg das nächste Großprojekt angehen – und hofft dabei auf Unterstützung durch die Stadt Hamburg. „Ich plane eine ständige Panik-Zentrale“, sagte Lindenberg gegenüber WELT ONLINE. Darin sollen alle Facetten seines künstlerischen Schaffens dokumentiert werden: große Ausstellungsflächen für seine Likörelle, aber auch Erinnerungsstücke an seine mehr als 30 Jahre währende Musikerkarriere. Hinzu kommt eine Bühne für Nachwuchsbands, und auch der Künstler selbst will dann und wann zum Mikrofon greifen.

Für das Projekt sucht er jetzt Räumlichkeiten in Innenstadtnähe und setzt dabei auch auf die Hilfe der Kulturbehörde. „Die Stadt Hamburg hat sich bislang eher wenig um mich gekümmert, dabei bin ich doch ein prima Werbeträger“, meint Lindenberg. Mit der neuen Idee sei er bereits an die Behörde herangetreten. „Es hat bereits ein erstes Treffen von der Senatorin Karin von Welck und Herrn Lindenberg bezüglich eines Lindenberg-Museums gegeben“, so Behördensprecherin Ilka von Bodungen. „Die Senatorin würde sich sehr freuen, wenn ein solches Museum in Hamburg ansässig wäre.“

Sollte der Deal mit Hamburg allerdings nicht klappen, kann sich Lindenberg nach eigenen Angaben auch einen Weggang aus Hamburg vorstellen. „Die Panik-Zentrale kann auch in Berlin oder vielleicht in Essen entstehen. Am liebsten wäre mir aber natürlich Hamburg.“