Calw/Tübingen. Nun ist es also amtlich. Das Finale des Hermann-Hesse-Festivals und die Verleihung des Panikpreises durch die Udo-Lindenberg-Stiftung werden in diesem Jahr am Samstag, 24. Juli, in Tübingen stattfinden.
Veranstaltungsort ist der Parkplatz Alte Chemie, von den Studenten auch Chaotenparkplatz genannt. Er befindet sich in der Nähe zahlreicher universitärer Einrichtungen. »Wir wollen damit auch unseren Studierenden ein Angebot machen«, sagt Uni-Sprecherin Myriam Hönig gegenüber dieser Zeitung. Veranstalter des Festivals, das mit einem Auftritt von Udo und seinem Panikorchester enden wird, ist die Lindenberg-Stiftung. Die Schirmherrschaft hat die Eberhard Karls Universität übernommen, die sich vor allem um die Vorbereitung und die Kommunikation kümmern wird.
Dabei stehen Udo Lindenberg und Rektor Bernd Engler in engem Kontakt. Man sei sich schnell einig gewesen, hieß es seitens der Uni. »Wir wollen Lindenberg mittelfristig für die Universität gewinnen«, macht Hönig deutlich. Das wird damit beginnen, dass der Deutsch-Rocker sich als Student einschreiben wird. Was er studieren will, lässt Udo vorerst offen. »Wir haben am 12. April eine Sitzung wegen der Organisation des Festivals mit allen Beteiligten. Da wollen wir ihn nochmals fragen«, so die Sprecherin. Denn natürlich möchte auch die Uni gerne wissen, welche Fächer Udo belegen will. Hönig: »Wir halten ihm die Türen offen und sind an einer dauerhaften Bindung interessiert.«
Der Panikpreis, der vor zwei Jahren erstmals in Calw verliehen worden war, musste aus Termingründen in diesem Jahr nach Tübingen ausweichen. Sich an das traditionelle Openair »Calw rockt« am 17. Juli mit den Hooters, 10cc und Mother’s Finest am Tag zuvor oder danach anzuhängen, wollten Udo und sein Management nicht (wir berichteten). Und zwei Rockevents innerhalb einer Woche wären für Calw zu viel gewesen.
Tübingen bot sich an, weil der spätere Literaturnobelpreisträger dort zwischen 1895 und 1899 eine Buchhändlerlehre absolviert hat. Zudem begann Hesse in Tübingen mit dem Schreiben.
Text: Alfred Verstl