Mit 45.000 Fans feierte Udo Lindenberg am Samstag im Hamburger Volksparkstadion. Sein Schlagzeuger musste die Band allerdings für zwei Songs verlassen. Er wurde durch einen prominenten Gast ersetzt.
Mit Stefan Raab als Überraschungsgast am Schlagzeug hat Udo Lindenberg (70) bei einem ausverkauften Heimspiel im Hamburger Volksparkstadion die Fans begeistert. 45.000 Anhänger feierten den agilen Panikrocker und sein Ensemble am Samstag fast drei Stunden lang.
Ein halbes Jahr nach seinem Abschied als TV-Moderator gehörte Raab (49) zu der bunten Truppe aus Musikern, Backgroundsängern, Tänzern und Akrobaten, die die deutsche Rocklegende bei ihrem Auftritt unterstützte: Als Schlagzeuger heizte er den Fans bei den Liedern "Johnny Controlletti" und "Sonderzug nach Pankow" ein, bevor er die Bühne verließ.
Schon bei früheren Lindenberg-Konzerten hatte der "TV total"-Star mehrfach als Drummer mitgemischt. Nach seinem Fernseh-Aus mit der letzten Ausgabe von "Schlag den Raab" am 19. Dezember rückte der quotenstarke Entertainer aus dem öffentlichen Rampenlicht.
Neben Raab kamen unter anderem Helge Schneider und Otto Waalkes zu Lindenberg auf die Bühne. Waalkes und Lindenberg coverten den AC/DC-Klassiker "Highway to Hell", sangen statt dem Originaltext aber "Auf dem Heimweg wird's hell". Für seinen Song "Hinterm Horizont" holte Lindenberg Josephine Busch auf die Bühne, die im gleichnamigen Musical in Berlin die Hauptrolle sang. Auch ein Fan, der sich als Lindenberg-Doppelgänger verkleidet hatte, durfte ins Rampenlicht.
Lindenberg ließ es sich auch nicht nehmen, ein paar klare Worte gegen rechts loszuwerden. Als er gegen Nazis das Wort ergreift, bekommt er tosenden Applaus. Europa sei tolerant und weltoffen, Deutschland sei tolerant und weltoffen und Hamburg erst recht, so Lindenberg laut "Hamburger Abendblatt". Der braune Pöbel, und damit meint er auch die AfD, habe da keinen Platz. "Macht weiter mit Rock gegen rechts", ruft Udo. Nach fast drei Stunden endet das Konzert mit Rauch und Knall.
Text: jme/dpa
Foto: Tine Acke